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Auch im Ortenaukreis: steigende Kosten und sinkende Erlöse lassen Müllgebühren steigen

Die Hausmüllgebühren im Ortenaukreis sollen im kommenden Jahr um durchschnittlich rund 9 Prozent steigen, so der heutige einstimmige erfolgte Vorschlag des Ausschusses für Umwelt und Technik an den Kreistag. Pro Jahr müssen die Einwohnerinnen und Einwohner des Kreises dann beispielsweise für einen 60-Liter Behälter 116 Euro statt bisher 106 Euro (+ 10 Euro), für einen 80-Liter Behälter 145 Euro statt bisher 133 Euro (+ 12 Euro), für einen 120-Liter Behälter 203 Euro statt bisher 186 Euro (+ 17 Euro) und für einen 240-Liter-Behälter 377 Euro statt bisher 346 Euro (+ 31 Euro) bezahlen.
Nachdem die Hausmüllgebühren seit dem Jahr 2009 stabil gehalten und im Jahr 2017 sogar gesenkt werden konnten, mussten sie 2021 erstmals nach 12 Jahren wieder erhöht werden. „Die Gründe, dass wir ab 2023 die Gebühren nochmals anheben müssen, liegen erneut außerhalb unseres Einflussbereichs: Nachdem in den letzten beiden Jahren erfreulicherweise die Papiererlöse wieder gestiegen waren, gehen diese seit Sommer wieder deutlich zurück. Gleichzeitig erleben wir in den letzten Monaten Preissteigerungen in nahezu allen Markt- und Lebensbereichen, vor allem im Energiesektor. Das wirkt sich natürlich auch auf die Abfallwirtschaft aus, so Günter Arbogast, Geschäftsführer des Eigenbetriebs Abfallwirtschaft Ortenaukreis.
„Auch nach der nun anstehenden Gebührenerhöhung bleiben unsere Hausmüllgebühren mit die günstigsten in Baden-Württemberg, vor allem auch dank unserer mechanisch-biologischen Abfallbehandlung auf dem Kahlenberg in Ringsheim“, erklärte Landrat Frank Scherer. „Hierzu trägt die international beachtete Technologie maßgeblich bei, mit der in der mechanisch-biologischen Anlage des Zweckverbands Abfallbehandlung Kahlenberg, ZAK, der Hausmüll behandelt wird. Auch die aus der Lizenzvermarktung erzielten Erlöse der ZAK-Technologie kommen den Gebührenzahlern zugute“.
Neben den Gebühren für Hausmüll werden auch die Gebühren für auf den Wertstoffhöfen selbstangelieferte Abfälle wie Altholz, Altreifen oder Bauschutt neu kalkuliert und ab Januar 2023 neu festgesetzt. Erdaushub, der auf den kreiseigenen Deponien angeliefert wird, soll sich ab dem 1. April 2023 von 12 Euro auf 16 Euro je angeliefertem Kubikmeter erhöhen.
Der Kreistag wird am 13. Dezember 2022 die Höhe der Gebühren beschließen.