Was passiert mit Flaschenkorken

Sammelstellen für Flaschenkorken >>

Kork

Kork ist ein Naturprodukt aus der Rinde der im westlichen Mittelmeerraum vorkommenden Korkeichen. Von der Pflanzung bis zur ersten Ernte vergehen bis zu 35 Jahre. Danach dürfen die Stämme nur alle 9-12 Jahre beerntet werden. Häufigeres Ernten in kürzeren Abständen schadet den Bäumen.

Korkrecycling

Korken sind ein viel zu wertvoller Rohstoff, um sie einfach wegzuwerfen. Man sollte sie weder in die Graue Tonne noch in den Gelben Sack geben, sondern sich ein kleines bisschen Mühe machen und alle Naturkorken zu einer der rund 130 Korksammeltonnen im Ortenaukreis bringen. Meist stehen sie an den Rathäusern, in Schulen oder Kindergärten. 

Die Korksammelaktion der Diakonie Kork (www.diakonie-kork.de) gibt es seit 1991. Entstanden ist die Idee des Korken Sammelns und Verwertens aus dem Wortspiel "Korken für Kork". Zunächst in ganz kleinem Maßstab begonnen, hat sich die Idee sehr schnell verbreitet und ist zu einer bundesweiten Aktion angelaufen. Auch im angrenzenden Ausland werden "Korken für Kork" gesammelt. Das Sammelaufkommen lag in Spitzenzeiten bei über 3.500 Kubikmetern Flaschenkorken pro Jahr, zuletzt bei jährlich nur noch rund 1.400 Kubikmeter Flaschenkorken, das sind etwa 50 Millionen Stück.

Die Flaschenkorken wurden zunächst von den behinderten Mitarbeitern der Korkverarbeitung nachsortiert. Dies war nötig, denn es fanden sich leider immer wieder auch Plastikkorken, Verbundkorken mit Kunststoffbeschichtung (z.B. von Weinbrandflaschen) und erstaunlicherweise auch zahlreiche ausgediente Batterien oder sonstige Abfälle in den angelieferten Korkensäcken. Die sortenreinen Korken wurden geschrotet, das Korkschrot entstaubt und in Säcke verpackt und direkt ab Werkstatt oder über den Bio-Baustoffhandel vertrieben.

Aufgrund rückläufiger Mengen an Naturkorken  und gesunkener Nachfrage nach Korkschrot wurde die Korkensortierung und Weiterverarbeitung im Juli 2014 eingestellt.

„Korken für Kork“ werden weiterhin gesammelt. Die eingesammelten Korken werden nun in einem gewerblichen Betrieb in Württemberg zu Korkplatten verarbeitet. Der soziale Aspekt in Form von Beschäftigung von behinderten Menschen ist weggefallen. Geblieben ist aber der Erlös aus der Sammlung und dem Verkauf der Korken. Dieser Erlös kommt weiterhin den behinderten Menschen in der Diakonie Kork zugute. Geblieben ist auch der mit „Korken für Kork“ verbundene Nachhaltige Umgang mit Ressourcen. Wie beim Start der Aktion gilt immer noch:  „Müll vermeiden – Wertstoffe erhalten“.

 
Korken sammeln bedeutet....... 

.... Wiederverwertung von Abfällen
.... finanzielle Unterstützung der Diakonie Kork