Sommer, Sonne, Maden in der Tonne Eigenbetrieb Abfallwirtschaft gibt Tipps zur Vermeidung von Maden in der Mülltonne

Wenn im Sommer die Temperaturen in die Höhe steigen kann es vorkommen, dass sich in den Grauen Tonnen Maden entwickeln. Eigentlich vollkommen harmlos und im Hygienehaushalt der Natur durchaus sinnvoll, erzeugen diese Maden, vor allem, wenn sie in großer Zahl auftreten, bei vielen Menschen Ekelgefühle und Abscheu. Johann Georg Kathan, Abfallberater beim Eigenbetrieb Abfallwirtschaft des Ortenaukreises, informiert und gibt Tipps, wie die Entwicklung von Maden in der Mülltonne verhindert werden kann:

Wo kommen die Maden her?

Die Maden in der Grauen Tonne sind in der Regel die Larven der Stuben- und Schmeißfliegen. Stuben- und Schmeißfliegen suchen gezielt etwa Speiseabfälle, Müll und Kot auf und legen darin ihre Eier ab. Bei entsprechenden Temperaturen können beispielsweise die Maden der Stubenfliegen schon zwölf Stunden nach der Eiablage schlüpfen. Sie ernähren sich von den Abfällen, leben einige Tage in diesen und verpuppen sich dann. Unter günstigen Bedingungen kann so innerhalb eines Abfuhrzyklus von vierzehn Tagen eine neue, geschlechtsreife Fliegengeneration heranwachsen.

Was kann man gegen Maden in der Mülltonne tun?

Hohe Temperaturen vermeiden
Die Entwicklung der Maden vom Ei bis zur erwachsenen Fliege ist temperaturabhängig. Je kühler die Temperatur, desto langsamer verläuft die Entwicklung. Daher sollte die Mülltonne den Sommer über möglichst kühl gehalten und deshalb bevorzugt in den Schatten gestellt werden.

Offene Abfälle vermeiden
Insbesondere die eiweißhaltigen Speisereste wie Wurst-, Fleisch- und Käseabfälle ziehen die Fliegen – auf der Suche nach geeigneten Kinderstuben - durch den Geruch magisch an. Deshalb sollten im Sommer diese – und auch alle anderen Abfälle – nicht offen, sondern nur in gut zugeknoteten Müllbeuteln in die Restmülltonne gegeben werden. Ein einfaches Einschlagen dieser Abfälle in Zeitungspapier reicht nicht aus.

Gelegentliches Reinigen der Mülltonne
Am Tonnenboden klebende Müllreste können sich geradezu als „Brutstätten“ für Maden erweisen. Zu deren Vermeidung sollte die Mülltonne nach der Entleerung immer mal wieder gereinigt werden. Geruchs- und Madenbildung wird dadurch vorgebeugt.

Deckel immer geschlossen halten
Ein Holz zwischen Tonne und Deckel geklemmt wirkt zwar einer übermäßigen Wärme-und Wasserdampfbildung entgegen, öffnet den Fliegen aber Tür und Tor sperrangelweit und lädt sie geradezu zur Eiablage ein. Es ist deshalb besser, den Deckel geschlossen zu halten.

Die Abfallberatung des Kreises ist unter der Telefonnummer 0781 805 9600 und per E-Mail unter abfallwirtschaft@ortenaukreis.de erreichbar. Weitere Informationen rund um das Thema Abfall gibt es auch auf der Internetseite www.abfallwirtschaft-ortenaukreis.de und in der AbfallApp Ortenaukreis.