Was passiert mit alten Elektro-/Elektronikgeräten

Elektro-Altgeräte: zu wertvoll für den Müll!

Sammelergebnis Elektro-Altgeräte

in kg/Einwohner und Jahr im Ortenaukreis

2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009
6,2 6,2 6,7 7,2 7,5 7,8 8,2 8,7 9,2 10,9
 
2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017
9,8 10,0 10,4 10,4 10,1 9,8 9,6 10,4
 

Das Elektro-Gesetz dient dem Umweltschutz und schont die Umwelt

Viele Elektrogeräte bestehen aus zahlreichen verschiedenen Substanzen. Neben wertvollen Rohstoffen wie Kupfer (aus 14 Tonnen Elektroaltgeräten lässt sich durchschnittlich eine Tonne Kupfer rückgewinnen) oder Aluminium sind dies auch umwelt- und gesundheitsgefährdende Stoffe wie Cadmium, Blei, Quecksilber oder Flammschutzmittel. Durch das Elektro- und Elektronikgerätegesetz dürfen diese schädlichen Substanzen nur noch in geringem Maß eingesetzt werden. In Altgeräten sind jedoch häufig noch erhebliche Mengen an Schadstoffen enthalten, die während des Recyclingprozesses wiedergewonnen, oder wo dies nicht möglich ist, umweltschonend entsorgt werden. 

Kennzeichnungspflicht neue Geräte

Kennzeichnung

Seit dem 24. März 2006 werden alle neuen Elektrogeräte, die in privaten Haushalten genutzt werden können, mit einer "durchgestrichenen Abfalltonne auf Rädern" gekennzeichnet. Das Symbol weist darauf hin, dass dieses Gerät nicht über den Hausmüll entsorgt werden darf.

Kühl- und Gefriergeräte

Kühl- und Gefriergeräte benötigen  Kälte- bzw. Isoliermaterial. Meist sind dies in alten Geräten noch Flurchlorkohlenwasserstoffe (FCKW), die in hohem Maße die schützende Ozonschicht der Erde schädigen. In neuen Geräten sind diese FCKWs deshalb verboten. Um ein unkontrolliertes Entweichen von FCKW zu verhindern, müssen Kühl- und Gefriergeräte besonders behandelt werden. FCKW wird mit speziellen Geräten abgesaugt und sicher entsorgt, Metalle und Kunststoffe werden dem Recycling zugeführt und FCKW-freie Dämmstoffe werden z. B. als Ölbindemittel wiederverwertet.

IT-Geräte und Unterhaltungselektronik

In Computern, Notebooks, Hifi-Anlagen oder Handys befinden sich wertvolle Edelmetalle, Aluminium, Kupfer, Zink, Nickel und hochwertige Kunststoffe, die erst durch die getrennte Erfassung wiedergewonnen werden. Beim Recyclingprozess werden zudem umwelt- und gesundheitsschädliche Bestandteile wie die quecksilberhaltige Beleuchtung der Displays, Akkus, Batterien und Leiterplatten entfernt.Fernseher und Monitore werden besonders sorgfältig in Zerlegestraßen auseinander genommen, da sie Blei und andere Schwermetalle enthalten und zudem zerbrechlich sind. Nach sauberer Trennung der einzelnen Bestandteile, auch der unterschiedlichen Glasarten des Bildschirms, können diese dem Recycling zugeführt werden.

Haushaltskleingeräte, Werkzeuge, Spielzeuge . . . .

So breit wie das Spektrum vom Lockenstab über den Gameboy bis hin zur Schlagbohrmaschine ist, so vielfältig ist auch die Mischung an Inhaltsstoffen. Beispielweise ist in alten Toastern immer noch krebserregendes Asbest, in alten Bügeleisen sind häufig noch Quecksilberschalter und moderne Gameboys enthalten in den Leiterplatten problematische Flammschutzmittel. Schadstoffe, die erst umweltschonend entfernt werden müssen, bevor die Kleingeräte recycelt werden können.

Quelle: Deutsche Umwelthilfe