Deponien des Ortenaukreises

Der Ortenaukreis bewirtschaftet zur Zeit die beiden Deponien „Vulkan" in Haslach im Kinzigtal und „Kahlenberg" in Ringsheim, auf denen bis zum 31. Mai 2005 aller im Ortenaukreis angefallene Hausmüll umweltverträglich abgelagert wurde.


Die Deponie "Kahlenberg" in Ringsheim war bis 1969 ein Erzbergwerk, die Deponie "Vulkan" in Haslach im Kinzigtal bis 1942 ein Schotterwerk. Sowohl im Tage- als auch im Untertagebau, wie heute noch vorhandene Stollen zeigen, sind Eisenerz bzw. Gestein zur Schotterherstellung abgebaut worden.

Stollen am "Vulkan"
Stollen am ''Vulkan''
Stollenmundloch am "Kahlenberg"
Stollenmundloch am "Kahlenberg"

Hausmülldeponierung bis 2005

Hausmüll wurde im Ortenaukreis bis zum 31. Mai 2005 auf den beiden Hausmülldeponien „Vulkan“ in Haslach im Kinzigtal und „Kahlenberg“ in Ringsheim abgelagert. Der „Vulkan“ ist mit rund 10 ha die kleinere der beiden Deponien, der „Kahlenberg“ hat eine Fläche von rund 100 ha und wurde sowohl vom Landkreis Emmendingen als auch vom Ortenaukreis genutzt. 


Bis zum oben genannten Stichtag wurden die Abfälle noch so, wie die Bürger sie in die Graue Tonne gegeben hatten, auf der Deponie eingebaut, d.h. sie wurden mit einem rund 25 t schweren Kompaktor zunächst verteilt und anschließend verdichtet. 

 

Hausmülldeponie "Vulkan" bis 2005
Hausmülldeponien ''Vulkan'' bis 2005
Hausmülldeponie "Kahlenberg" bis 2005
Hausmülldeponien ''Kahlenberg'' bis 2005

Umweltschutz auf Deponien

Um eine Gefährdung der Umwelt durch schadstoffbelastetes Sickerwasser zu verhindern, sind die Deponien sowohl nach unten als auch an der Seite abgedichtet. Das Deponiesickerwasser beider Deponien wird über Entwässerungssysteme erfasst und in der Sickerwasserbehandlungsanlage auf der Deponie "Kahlenberg" gereinigt.

Mittels einer vorgeschalteten biologischen Stufe, einer Ultrafiltration und einer abschließenden Adsorption durch Aktivkohle werden die Schadstoffe aus dem Sickerwasser entfernt.

Deponieuntergrundabdichtung am "Vulkan"
Deponieuntergrundabdichtung am ''Vulkan''
Sickerwasserreinigung am "Kahlenberg"
Sickerwasserreinigung am ''Kahlenberg''

Zur Minimierung der Sickerwassermengen wird die Deponie mit Folien abgedeckt. Regenwasser kann nun, ohne dass es mit dem Abfall in Berührung gekommen wäre, direkt in Oberflächengewässer abgeleitet werden.

Deponieabdichtung mit Folien
Deponieabdichtung mit Folien
Deponieabdichtung mit Folien
Deponieabdichtung mit Folien

Das Deponiegas wird über Gasbrunnen aktiv mittels Unterdruck aus dem Deponiekörper angesaugt und kann dann auf der Deponie "Kahlenberg" in einem Blockheizkraftwerk mit fünf Gasmotoren zur Strom- und Fernwärmeerzeugung verwertet werden.
Das Deponiegas des "Vulkan" mit einem Methangehalt um etwa 25% ist für die Stromerzeugung nicht geeignet. Es wird bei 1200°C in einer Gasfackel umweltgerecht verbrannt.

 

Deponiegasbrunnen
Blockheizkraftwerk am Kahlenberg

Die Deponie "Vulkan" wurde zum 31. Mai 2005 stillgelegt und auf der Deponie Kahlenberg werden nur noch mineralische Abfälle abgelagert.