Die Schotterwerke Vulkan von 1902 bis 1942

1899 entdeckte der Heidelberger Geologe Prof. Dr. Thürach im Urenwald bei Haslach ein Amphibolitvor­kommen. Durch die im Jahr 1902 gegründete Fa. Vulkan, Schotter­werke GmbH, begann der Abbau dieses Gesteins.

Der Amphibolit ist ein dunkelgrünes, mag­matisches Tiefengestein mit hohem Hornblende­anteil. Wegen seiner be­sonderen Härte und Zähigkeit eignet er sich her­vor­ragend als Schottermaterial, vor allem für den Gleisunterbau.

Blick auf die Schotterwerke Vulkan
Im Gneis eingelagerter Amphibolit

1911 wurde mit dem Untertagebau des Amphibolits begonnen. Nach Absatz­schwierigkeiten während der Weltwirt­schaftskrise begann 1937 ein erneuter Auf­schwung im Zusammenhang mit den Kriegsvorbe­reitungen. Der Stollenausbau ist in mehreren Eta­gen vorgenommen worden, wobei einzelne Stollen eine Länge von nahezu 400 m erreichten.

Untertagebau
Lastenseilbahn vom Vulkan zur Bahnverladestation

Quelle: Hildenbrand, Manfred: Der „Vulkan“ in Haslach im Kinzigtal. Die Ortenau. 57. Jahresband 1977 und Die „Hölle“ von Haslach. Die Ortenau. 73. Jahresband 1993.