Der "Vulkan" wird zur Deponie

1949 wurden die Stollen des „Vulkan“ vom französischen Militär durch Sprengung zerstört. Nachdem der Amphibolit beim ersten verfehlten Versuch seine Härte und Zähigkeit unter Be­weis gestellt hatte, musste im April eine weitere Sprengung der Stollen mit 74 Tonnen Sprengstoff vorgenommen werden. Die Detonation wurde von verschie­denen Erdbebenstationen in Deutschland, Frank­reich, Österreich und der Schweiz zur Erdbeben­kunde und Erforschung der Erdkruste ausgewertet.

Nach Kriegsende besetzte das französische Militär den „Vulkan“ und nutzte das Gelände zeitweise als Munitions­lager. Die Stadt Haslach richtete nach dem Freiwerden 1965 dort ihren Müllplatz ein. Im Jahr 1970 übernahm ihn der Landkreis Wolfach. Der im Zuge der Kreisreform neu entstandene Ortenaukreis führt seit 1973 die Deponie weiter.

Rauchfahne nach der Sprengung der Stollen
Müllrutsche auf der Deponie in den 70er Jahren

Aufgrund der Erweiterung der Deponierungsfläche und dem Inkrafttreten der Technischen Anleitung Sied­lungsabfall 1993 baute der Ortenaukreis die neu erschlossenen Bereiche nach dem neuesten Stand der Technik aus. Dabei waren vor allem die Deponiesohl­abdichtung und das Draina­gesystem von beson­derer Bedeutung.

Die ordnungsgemäße und umweltentlastende Sickerwassererfassung und -reinigung in einer Klär­anlage sowie die Erfassung, Verstromung und die Entsorgung des Deponiegases über eine Sicherheitsgasfackel gehörten zu den Standards einer modernen Deponiebewirtschaftung und werden auch seit der Stilllegung am 1. Juni 2005 weiter geführt.

Im Lauf der Jahre wurde auf dem "Vulkan", wie auch auf anderen Deponien, ein Wertstoffhof eingerichtet, auf dem nahezu alle Abfälle aus Privathaushalten abgegeben werden können.

Deponieuntergrundabdichtung
Wertstoffhof