Natur- und Artenschutz auf einer Abfalldeponie? Was auf den ersten Blick gar nicht zusammen zu passen scheint, wird vom Landratsamt Ortenaukreis -Eigenbetrieb Abfallwirtschaft- auf seinen Deponien seit Jahren mit großer Sorgfalt betrieben. So sind heute auf jeder der 22 Deponien im Ortenaukreis Einrichtungen zum Natur- und Artenschutz vorhanden. Die rekultivierten oder über längere Zeit nicht benötigten Flächen einer Deponie eignen sich besonders für die Ansiedlung wild lebender Tiere. Dichte Brennnessel- oder Brombeerbestände, Wiesenflächen an südexponierten Hangflächen oder unversiegelte Brachstellen lassen ein breites Spektrum an Lebensräumen für verschiedene Tierarten zu. Auch einige Pflanzen, wie z. B. das Tausendgüldenkraut, können ein neues Refugium finden.
Wo Rekultivierungsmaßnahmen und Anpflanzungen vorgenommen werden, wird darauf geachtet, dass einheimische standortgerechte Pflanzen verwendet werden.
Ein 1998 erstelltes ökologisches Konzept wird seither in Eigenleistung Schritt für Schritt umgesetzt. Mit ihm sind in diesen Jahren für viele Vögel, Schlangen, Eidechsen, Amphibien und Wildbienen neue Lebensräume erschlossen worden, die an anderen Orten verloren gegangen sind.

Holunder, Esche und Esskastanie auf der Erdaushubdeponie Schutterwald

Klatschmohn auf der Deponie "Vulkan"

Haselnuss, Pappel, Heckenrose und Hartriegel

Wiesenblumen und Hartriegel am Deponiewegesrand